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Das Reifen Einmaleins

Luftdruck

Jedes Bar an Minderdruck führt zu einer Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs von 2,0 - 3,0%. Nach Schätzungen der Reifenhersteller müssen allein aufgrund falschen Luftdrucks pro Jahr Reifen im Wert von rund fünf Millionen Euro vorzeitig ausgetauscht werden.

Denn zu niedrig eingestellter Luftdruck bedeutet:

  • höherer Rollwiderstand und größere Reibung
  • schnellerer Verschleiß durch erhöhte Innentemperatur des Reifens
  • höheres Unfallrisiko insbesondere bei beladenem Fahrzeug
-0,2 bar-0,4 bar-0,6 bar
1% mehr Kraftstoffverbrauch2% mehr Kraftstoffverbrauch4% mehr Kraftstoffverbrauch
10% geringere Lebensdauer30% geringere Lebensdauer40% geringere Lebensdauer

Geringfügig höherer Luftdruck hingegen hat Vor- und Nachteile:

  • Besserer Griff und geringerer Rollwiderstand bei Druckerhöhung um 0,2 bar, deshalb empfehlenswert vor allem für Winterreifen.
  • Aber: Mehr als 0,2 bar zuviel beeinträchtigt die Straßenlage.

Breitreifen

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bauweise unserer Autos stark verändert. Schwerere Fahrzeuge und neue Sicherheitssysteme wie ABS und andere innovative Fahrzeugsysteme erfordern größere Bremsscheiben und befördern damit den Trend zu breiteren Reifen. Im Verhältnis gesehen sind also die Reifenflanken niedriger, die Laufflächen werden breiter.
Auf trockener Straße punkten Breitreifen mit besserer Kraftübertragung, größerer Lenkgenauigkeit sowie besserer Querstabilität. Bei größerem Felgendurchmesser können stärkere und damit wirkungsvollere Radbremssysteme eingesetzt werden.
Und auf nasser Straße? Inzwischen gibt es neuartige Reifenprofile, sodass das Fahrverhalten auf nasser Straße ebenso gut ausfällt wie bei normalen Reifen. Trotz innovativer Profiltechnik müssen Fahrer von Breitreifen allerdings mit verminderter Wintertauglichkeit rechnen.

Bremsweg

Die Zeitspanne, in der ein Mensch ein Hindernis oder eine Gefahr registriert und darauf reagiert, beträgt mindestens 0,3 Sekunden. Es können aber auch 1,7 Sekunden vergehen. Der Anhalteweg hängt von dieser Reaktionszeit und der Qualität der Bereifung ab. Denn abgefahrene oder schlechte Reifen verlängern den Bremsweg. Beim Bremsen verschleißen Reifen am schnellsten. Eine Vollbremsung aus 50 km/h etwa führt zu einem 2000- bis 3000-fach höheren Reifenverschleiß als ein sanftes Abbremsen. Eine Bremsung mit blockierten Reifen aus einer Geschwindigkeit von 120 km/h rasiert auf einen Schlag bis zu vier Millimeter Profil ab. 

Aquaplaning

Wasserteilchen unterströmen die abgeplattete Auflagefläche des Reifens. Sie werden zu beiden Seiten, nach hinten und sogar nach vorn verdrängt. Bei zunehmender Geschwindigkeit baut sich vor dem Reifen ein Wasserkeil auf.
Schließlich verliert das Fahrzeug den Bodenkontakt.

Aquaplaning

Verschleiß

Der ganz alltägliche Verschleiß entsteht durch Reibungsverluste und Reifenschlupf beim Anfahren, Bremsen, in den Kurven und beim Abrollen. Einflussgrößen sind unter anderem die Fahrweise, die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche, der Rollwiderstand und das Reifenprofil. Bei Mängeln am Fahrwerk oder defekten Stoßdämpfern verschleißen auch die Reifen schneller.
Sogar wenn ein Fahrzeug nur unregelmäßig gefahren wird, tritt Verschleiß am Reifen auf. Das Gummi verformt sich und verliert an Elastizität. Nach sechs Jahren ist auch das Reserverad nicht mehr als eine Notlösung.

Auswuchten

Selbst gut ausgewuchtete Reifen können mit der Zeit unruhig laufen, weil etwa durch einen Aufprall auf eine Bordsteinkante oder gelöste Gewichte eine Unwucht auftritt.
Steine, Scherben, Nägel und andere Fremdkörper führen mitunter zu Rissen, Beulen oder Schnitten. Nur der Reifenspezialist kann entscheiden, ob ein Reifen repariert werden kann oder ob der Reifen ausgetauscht werden muss.
Um die Lebensdauer der Reifen zu erhöhen, sollten die Räder in angemessenen Intervallen (etwa alle 5000 Kilometer) von vorn nach hinten gewechselt werden.

Reifen-Lagerung

Der Lagerraum sollte kühl, trocken und dunkel sein. Kontakt mit Öl, Fett, Kraftstoff, Lösungsmittel, Chemikalien ist unbedingt zu vermeiden. Der  Luftdruck in den Reifen sollte vor der Lagerung um 0,1 bis 0,2 bar erhöht werden.
Montierte Räder (Kompletträder) können bis max. einen Meter hoch gestapelt werden, Radpositionen bei Kompletträdern kennzeichnen, unmontierte Reifen senkrecht stellen und von Zeit zu Zeit drehen.

Recycling von Altreifen

Über eine halbe Millionen Tonnen Altreifen fallen jährlich in Deutschland an. Die Entsorgung dieser Reifen führt zu gewaltigen Problemen. Die Verwendung eines modernen Recycling-Reifens entlastet nicht nur Deponien, sondern spart auch wertvolle Rohstoffe.
Über 100.000 Tonnen dieser jährlich anfallenden Menge sind wiederverwertbare Rohstoffe. Dadurch könnte eine Entlastung des Kautschukmarktes von ca. 35.000 Tonnen erzielt werden.
Ebenso würde eine sehr große Menge Energie gespart werden. So erfordert die Produktion eines Neureifens 35 Liter Rohöl, dagegen benötigt man für einen Recycling-Reifen lediglich 5,5 Liter. 

Es ist uns eine Verpflichtung, alle anfallenden Altreifen über eine zertifizierte Firma umweltgerecht zu entsorgen.

Reifenwechsel bei Reifen Blank